Das Wörlitzer Gartenreich

 

Sonntagsgespräch des VAVH am 16. September 2018 im Museum Reichenfels – Hohenleuben

 

„Das Gartenreich Dessau-Wörlitz als Inspirationsquelle für Heinrich XLIII. j. L. Reuß- Köstritz bei der Umgestaltung von Reichfels im englischen Stil im Geiste des Klassizismus und der Frühromantik“

Referent: Prof. Dr. Erhard Hirsch/Halle a. d. Saale

Am Sonntag, den 16. September 2018, um 10.00 Uhr, sprach Herr Prof. Dr. Erhard Hirsch über die Entstehung des Gartenreiches Dessau-Wörlitz, welches auch Vorbild für die heute kaum noch bekannte Umgestaltung der Burgruine Reichenfels samt ihres Umfeldes zum Landschaftspark im klassizistisch-frühromantischen Stil war.

Prof. Dr. E. Hirsch gilt unbestritten als bester Kenner dieses in vielerlei Hinsicht wegweisenden anhaltinischen Kleinstaates, der trotz seiner geringen territorialen Größe weit über die Grenzen Deutschlands hinaus beachtet wurde.

Von der „Zierde und dem Inbegriff des XVIII. Jahrhunderts“ sprach Christoph Martin Wieland, als er von Dessau-Wörlitz redete. Auch Goethe hat die Gegend als „wohladministriertes und zugleich äußerlich geschmücktes Land“ gelobt.

Dabei umfasst der Begriff des Dessau-Wörlitzer Kulturkreises weit mehr als nur die berühmten „Wörlitzer Anlagen“ und die in ihm Gestalt gewordene Italiensehnsucht der deutschen Frühklassik. Schon den Zeitgenossen galt der kleine Musterstaat als leuchtendes Vorbild von nationaler Bedeutung.

Heute ist seine Weltgeltung unumstritten und das Dessau-Wörlitzer Erbe wurde in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Prof. Dr. Erhard Hirsch gilt unbestritten als bester Kenner der komplexen Geschichte von Dessau-Wörlitz. In seinem Vortrag wird er Dessau-Wörlitz in das geistige Umfeld jener Zeit einordnen und die humanistischen Leitlinien der Entstehung dieses „Mekkas“ des Fortschritts aufzeigen sowie jene Männer porträtieren, die Fürst Leopold III. Friedrich Franz, genannt „Vater Franz“, um sich versammelte, um dies alles entstehen zu lassen. Auch Heinrich XLIII. j. L. Reuß-Köstritz (1752-1814) konnte sich der Faszination seines Wirkens nicht entziehen und begann, die Burgruine Reichenfels und ihr Umfeld als Landschaftspark umzugestalten, wobei heute vielerlei Gründe halber kaum noch Spuren dieses Landschaftsparks vorhanden sind.

Wir danken Herrn Prof. Dr. Erhard Hirsch für den interessanten und kurzweiligen Vortrag.

24.09.2018, Markus Freund

1-Jan-2019 | 2018, Nachlese

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