Sonntagsgespräch des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben vom 22.September 2019

Referent: Dr. Rainer Müller, Erfurt

Thema: Zwei in einem. Kloster und Schloß Mildenfurth –  ein ungewöhnliches Architekturdenkmal.

Zum ersten Sonntagsgespräch im neuen Vereinsjahr besuchten 40 Interessierte das Museum Reichenfels.  Das begründet sich nicht nur des interessanten Themas wegen, sondern auch der langen Zusammenarbeit zwischen den beiden Vereinen, dem Vogtländischen Altertumsforschenden Verein und dem Arbeitskreis Kunst und Kultur „Kloster Mildenfurth“. Dr. Rainer Müller führte mit dem Schwerpunkt Baugeschichte des Klosters durch seinen spannenden und kurzweiligen Vortrag.

Das Kloster Mildenfurth, eine wichtige Keimzelle der neueren Besiedlung unserer Gegend wurde 1193 vom Vogt Heinrich II. von Weida gegründet. Erste Bautätigkeiten entstanden um 1206 mit dem Bau der Stiftskirche, später folgten die dreischiffige Basilika mit dem Chorgewölbe. Am südlichen Ende schloss sich der Kreuzgang an.  Verschiedene Bauelemente und Baustile lassen auf eine Zusammenarbeit mit den Bauherren des Naumburger Doms schließen. So ist anzunehmen, dass die ausführenden Baumeister an beiden Bauwerken tätig waren, zumal diese nur kurz zeitversetzt begonnen und fertiggestellt wurden.  Man baute mit den gemachten Erfahrungen beide Häuser und setzte neue, dem zeitl. Trend folgende Ausführungen um. Dem Kloster zugehöig war wie in dieser Zeit üblich, eine Klostermühle. Diese versorgte die Mönche mit den verarbeiteten Grundlebensmitteln.

 

Nach der Reformation verlor das Kloster seine kirchliche Bedeutung und wurde ab 1617 zum Jagdschloss umgebaut. Die Umwidmung kirchlicher Bauten ist also keine Mode der Neuzeit, sondern die Gebäudehülle wurde bereits vor Jahrhunderten weiter genutzt und versucht zu erhalten.  Die Vollendung des Jagdschlosses wurde nie abgeschlossen, ein weiterer Verfall zog sich über viele Jahrhunderte, mit wenigen Unterbrechungen, dahin.

Haupt- und Seitengebäude wurden bspw. zu DDR Zeiten als Altenheim und von der ortsansässigen LPG als Obstlager genutzt. Nach der politischen Wende wurde durch den Arbeitskreis Kunst und Kultur „Kloster Mildenfurth“ die Substanz des Klosters wieder erforscht. Es wurde freigelegt, entkernt, enträtselt und erhalten.

Viel Details kamen erst nach Jahrhunderten wieder zum Vorschein. Dadurch fielen diese den diversen Modeströmungen auch nicht zu Opfer und können nun für die Nachwelt fixiert werden. Welch eine Aufgabe, wenn man die Örtlichkeiten kennt! Dennoch ist bereits viel geschehen und es geht in kleinen Schritten voran. 1995 übernahm die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten das Objekt und restauriert es. Der Arbeitskreis veranstaltet Konzerte, Theateraufführungen und Lesungen in der Anlage. Das Künstlerehepaar Volkmar Kühn und Marita Kühn- Leihbecher, bewohnt ein Nebengebäude des Klosters und verschönert das Gebäude und den Klostergarten mit Skulpturen und anderen Kunstwerken.  Die Attraktivität der Anlage erschließt sich somit vielen Besuchern und Förderern.

Falls Sie im nahenden Herbst das Kloster im Weidatal erleben wollen, so können Sie unter folgenden Kontaktdaten Details zu den Öffnungszeiten und zu Veranstaltungen erfragen:

Telefon: 036603.88245 bzw.

Verwaltungsgemeinschaft Wünschendorf Herr Winkler T: 03 66 03/60 99 66 winkler@wuenschendorf.de

Für die stürmischen Herbst- und Wintertage kann als Vertiefung in das Thema der Literaturtipp von Herbert Eichhorn „Der einstige Prämonstratenserkloster- und Schlosskomplex Mildenfurth. Entstehung, Nutzung und denkmalpflegerische Konsequenzen, Arbeitsheft des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege, Neue Folge 7, Erfurt 2002  genutzt werden.

Reichenfels, 28.09.2019

19.10.2019 | 2019

Namen, Zeichen und Symbole im mitteldeutschen Bergbau

Referent: Olaf Zeidler, Gera

Am 20.01.2019 waren zum ersten Sonntagsgespräch des VAVH im neuem Jahr wieder viele Besucher in das Museum Reichenfels gekommen.

Der Referent Olaf Zeidler, gebürtiger Weidaer mit Studienabschluss an der Freiberger Bergakademie, leitete seinen Vortrag mit einem „Glück auf“ ein.

Wenn wir die Vergangenheit und die Geschichte unserer Heimat verstehen wollen, so liegt vielen Dingen der Bergbau zugrunde. Ortsnamen, Zeitangaben, Symboliken und vieles mehr sind von ihm geprägt. Diese Zusammenhänge wurden in einer sensationellen wissenschaftlichen Tiefe untersucht und in seinem Vortrag verständlich erläutert.

Herr Zeidler zeigte auf, dass Angaben zu Mengen, der Zeit, zu Personen und Orten von Aussenstehenden oft nicht verstanden wurden, die die historischen Aufzeichnungen falsch deuteten.

Um den Tagesvortrieb eines Stollens zu bestimmen wurde die Länge mit Handbreit beschrieben. So entspricht eine Handbreit 7-8 cm.

Um die Größe eines Claims bei der Neuvergabe von Grundstücken zu bestimmen, wurde mit dem Maß Lachter gerechnet. Ein Lachter mißt 1,98 m und entspricht der Breite der ausgestreckten Arme eines erwachsenen Mannes. Weiter gibt es die bekannteren Körpermaße Elle und Spanne, die wiederum regional verschieden sind.

Bei den Wurfmaßen, welche bis zum 7. Jahrhundert mit der Wurfaxt (Franziska) festgelegt wurden, gibt es aufsteigend den Lehn, das Wehr, die Fundgrube und das Geviert.

Weiterhin wurde den geförderten Bodenschätzen alchimististe Zeichen zugeordnet. Bodenschätze hatten auch oft eine Planetenzuordnung. So hatte das Element Eisen das Zeichen für Männlichkeitt und den Planet Mars als Verschlüsselung. Kupfer hingegen entsprach dem Symbol der Weiblickeit und damit dem Planet Venus.

Auch die in der Gegend stillgelegten Wismut-Abbaustätten hatten als Lagebestimmung nicht die Orte, an denen sie sich befanden, sondern zugeordnete Objektnummern, bspw. Objekt 102 für die Aufbereitung in Seelingstädt.

Religöse Namen wie die zwölf Apostel oder die vierzehn Nothelfer wurden Orten, Gruben, Schächten oder Stollen in der Hoffnung gegeben viele Bodenschätze zu finden.

Auch die Venezianer, die für ihre Heimatstadt Bodenschätze erwerben oder ausspionieren sollten, verschlüsselten mit der umfangreichen Symbolik schützenswerte Informationen – auch um im Falle der Festnahme ihr Leben zu retten.

Herr Zeidler sensibilisierte die Besucher seines Vortrags: in Felsen geschlagene Symbole in unserer Gegend haben oft eine Zuordnung zu dem bergbaulichen Aktivitäten der letzten Jahrhunderte.

Weiterführende Inforrmationen zu diesem umfangreichen Thema erhalten sie beim Verein der Mineralien- und Fossilienfreunde in Gera.

24.01.2019, Markus Freund

13.03.2019 | 2019, Nachlese

Der 30 jährige Krieg und seine Folgen im Greizer Land

Referent: Pfarrer i. R. Helmut Warmuth, Greiz

Beginnend mit den Worten von Berthold Schmidt, einst stellvertretender Vorsitzender des Vogtländischen Altertumsforschenden Vereins zu Hohenleuben

„Heimatkunde ist die Tochter der Heimatliebe, pflege beides“, begann Herr Warmuth seinen Vortrag.

Der 30 jährige Krieg als Religionskrieg begonnen zog 50 Besucher in das Museum Reichenfels. Herr Warmuth zeigte die verherrenden Folgen des Krieges auf, der seinen Ursprung in der Reformation hatte und am Ende keine Sieger hinterließ, sondern nur Leid in der Bevölkerung. Das Ende des Krieges war nicht etwa Vernunft, es war die Erschöpfung der Mittel- eine Pattsituation der rivalisierenden Mächte.

6 Millionen Menschen verloren in der Folge der Kriegshandlungen ihr Leben. Der kleinere Teil, durch Kampfhandlungen, der größere durch Seuchen und Hunger.

Als Auslöser des Krieges gilt der Prager Fenstersturz im Mai 1618, mit dem der Aufstand der protestantischen Stände in Böhmen ausbrach.

In den 1620er Jahren war von Kampfhandlungen im Greizer Land wenig zu spüren, aber die Pest als Folge des Krieges wütete bereits in unserer Gegend. Die Kampfhandlungen intensivierten sich ab 1631 im Reußenland. Die Situation wurde bald unübersichtlich, es kämpften nicht nur Katholiken gegen Protestanten, sondern auch Protestanten gegen Protestanten und Katholiken gegen Katholiken und alle gegen die Landbevölkerung. Ethische Grundregeln verschwanden, die Soldaten und Landsknechte trieben die Einwohner an ihre Grenzen und oft auch auch weiter. Der Däne Heinrich Graf von Holk einstmals evangelisch, wechselte die Seiten und kämpfe als Oberst in Wallensteins Armee und trieb es im Greizer Land besonders arg. Seine Horden zerstörten in Weida die Wiedenkirche und hinterließen sie als die Ruine, wie wir sie heute kennen. Holk wurde im Alter von 34 Jahren durch die Pest dahingerafft.

Die Landsknechte schleppten immer neue Pestwellen in unsere Gegend ein, an der bspw. in Elsterberg 800 und in Reinsdorf 200 Einwohner starben. Weitere Pestwellen folgten 1639 und 1641. In einigen Gegenden ging 50% der Bevölkerung an der Krankheit zugrunde.

Die Soldaten stahlen das Vieh und die Vorräte, brannten die Häuser nieder und vergingen sich an jung und alt. George Kresse unser Bauerngeneral, rächte die Kriegschäden an der Bevölkerung, indem er den Soldaten nachstellte und Geraubtes den Bauern zurückgab.

In diesen Fällen bezahlten die Soldaten ihre Gier und Gewissenlosigkeit mit ihrem Leben.

Herr Warmuth selbst Pfarrer in Rente wies darauf hin, das die damaligen Pfarrer eine große moralische Stütze für das geschundene Volk waren. Oft war ihre Seelsorge der einzige Trost in der trostlosen Zeit.

In Döhlen wurden die Kirchenbücher als Einstreu für die Soldatenpferde geopfert. So fehlen in der langen Historie einige Jahrgänge.

Als gegen 1648 die finanziellen Mittel auf beiden Seiten erschöpft waren und kein endgültiger Sieg mehr errungen werden konnte, setze der langwierige Friedensprozess

ein. Die Landesherren gekamen in der Folge mehr Macht, der Kaiser weniger- die überlebende Bevölkerung blieb arm.

Durch den Krieg wurde das Reußenland um 200 Jahre in der Entwicklung zurückgeworfen.

Wie nach jedem Krieg erfolgte durch die Aufbauarbeit und zum Teil richtigen Entscheidungen der Landesherren eine gewisse Aufbauphase, in deren Folge sich im Reußenland das Textilgewerbe ansiedelte und sich in den späteren Jahrhunderten zu einer umfassenden Industrie entwickelte.

Ein kleiner Trost für die nachfolgenden Generationen des 30 jährigen Krieges.

Es bleibt zu hoffen, das durch die Erinnerung an solche Schicksalsjahre zukünftige Feindseligkeiten vermieden werden und Verständnis für andere religiöse Anschichten aufgebracht wird.

Wir danken Herrn Warmuth für den spannenden Vortrag am vergangenen Sonntag. 

Im Museum Reichenfels gibt es weiterführende Informationen und Publikationen zum Thema. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle!

22.11.2018, Markus Freund

 

13.03.2019 | 2018

Zum 200. Geburtstag des Zeulenrodaer Künstlers, Karikaturisten und Politikers Ferdinand Schröder

Referent: Christian Sobeck, Zeulenroda

Am Sonntag, dem 21.10.2018, waren zum Sonntagsgespräch des VAVH etwas weniger Besucher als sonst ins Museum Reichenfels nach Hohenleuben gekommen.
Die Veranstaltung eröffnete Frau Antje Dunse, seit Oktober 2018 die neue Leiterin des Museums Reichenfels.
Wir wünschen ihr viel Erfolg und neue Ideen, um die Bekanntheit des Museums vor allem bei jungen Menschen zu steigern.

Ferdinand Schröder wurde am 8. April 1818 als Sohn eines Seifensieders in Zeulenroda geboren. Sein Geburtshaus ist das heutige „Haus der Mode“, unweit des Rathauses.
1838 beendete er sein Abitur in Gera, im Anschluss studierte er Medizin in Jena. Dieses Studium schloss er 1844 erfolgreich ab. Danach zog es ihn wieder nach Zeulenroda.
Er praktizierte dort als Augenarzt.
In seiner Jenaer Studienzeit schloss er sich der Burschenschaft an und war schon früh von dem Gedanken eines deutschen Nationalstaates begeistert.
In den Folgejahren der napoleonischen Befreiungskriege erwachte in Deutschland der Nationalgedanke, sicherlich ein Zeichen für eine geschlossene Nation, bedenkt man die vielen Einzelstaaten welche oft mit sich selbst beschäftigt waren. Vergleicht man das mit der heutigen Zeit, so ist das vereinigte Europa unsere nächste Stufe der Einheit.
Im April 1844 wurde Ferdinand Schröder zuerst als Stellvertreter, dann als Vollmitglied in die deutsche Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, als Vertreter des Fürstentums Reuß, gewählt.
Ihn begeisterte die Idee des deutschen Nationalstaates, dem zufolge setzte er seine Energie und Zeit dafür ein. Nach Verabschiedung der Frankfurter Reichsverfassung wurde diese von Preußen, Bayern und Hannover abgelehnt. Der Nationalstaat musste so noch ca. 70 Jahre auf seine Gründung warten, die nach dem ersten Weltkrieg erfolgte.
 
Ferdinand Schröder zog sich nach der Auflösung der Nationalversammlung 1849 von der großen Politik zurück und arbeitete im Kleinen in seiner Heimatstadt an der neuen Stadtordnung mit. Diese setzte auf lokaler Ebene Punkte um, die den Übergang vom Adel zum Bürgertum zeigten.
Später zog sich Ferdinand Schröder aus der Politik zurück und widmete sich der Kunst. Er arbeitete für verschiedene überregionale Zeitschriften (u. a. für die Düsseldorfer Monatshefte) und Wochenblätter und machte sich mit seinen Karikaturen einen Namen, welcher ihn weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt machte.
 
Sie sind schmunzelnde Darstellungen aus der Zeit des Biedermeiers über alltägliche Szenen, aber auch über die europäische Politik. Seine Künstlerfreunde waren Spitzweg und Busch. Sein damaliger Bekanntheitsgrad stand diesen beiden in nichts nach.
Den mittleren Jahrgängen ist sicherlich noch das Rundgemälde von Europa bekannt, welches in den DDR in Schulgeschichtsbüchern abgebildet war. Es zeigt den satirischen und detailreichen Überblick der verschiedenen europäischen Herrscherhäuser.
 
Bis zu seinem Tod arbeitete er neben dem künstlerischen Werk, als Augenarzt in Zeulenroda. Er erkrankte auf einer Reise nach München an Typhus, an dem er am 24.01.1857 starb. Sein Werk vereinte er der im Vorfeld gegründeten Dr. Schröder Stiftung, und vermachte diese der Stadt Zeulenroda, in welcher er einen großen Teil seines Lebens verbrachte.
Zeulenroda gedenkt dem großen, leider bisher fast vergessenen Sohn der Stadt mit einer Sonderausstellung im städtischen Museum.

Weiterführende Informationen zu Ferdinand Schröder erhalten sie im Stadtmuseum Zeulenroda. Dort können sie die Sonderausstellung mit Originalkarikaturen, u.a. mit dem Rundgemälde von Europa, bis 31.12.2018 besuchen.

26.10.2018, Markus Freund

01.01.2019 | 2018, Nachlese

Sonntagsgespräch des VAVH am 16. September 2018 im Museum Reichenfels – Hohenleuben

 

„Das Gartenreich Dessau-Wörlitz als Inspirationsquelle für Heinrich XLIII. j. L. Reuß- Köstritz bei der Umgestaltung von Reichfels im englischen Stil im Geiste des Klassizismus und der Frühromantik“

Referent: Prof. Dr. Erhard Hirsch/Halle a. d. Saale
Am Sonntag, den 16. September 2018, um 10.00 Uhr, sprach Herr Prof. Dr. Erhard Hirsch über die Entstehung des Gartenreiches Dessau-Wörlitz, welches auch Vorbild für die heute kaum noch bekannte Umgestaltung der Burgruine Reichenfels samt ihres Umfeldes zum Landschaftspark im klassizistisch-frühromantischen Stil war.
Prof. Dr. E. Hirsch gilt unbestritten als bester Kenner dieses in vielerlei Hinsicht wegweisenden anhaltinischen Kleinstaates, der trotz seiner geringen territorialen Größe weit über die Grenzen Deutschlands hinaus beachtet wurde.
Von der „Zierde und dem Inbegriff des XVIII. Jahrhunderts“ sprach Christoph Martin Wieland, als er von Dessau-Wörlitz redete. Auch Goethe hat die Gegend als „wohladministriertes und zugleich äußerlich geschmücktes Land“ gelobt.
Dabei umfasst der Begriff des Dessau-Wörlitzer Kulturkreises weit mehr als nur die berühmten „Wörlitzer Anlagen“ und die in ihm Gestalt gewordene Italiensehnsucht der deutschen Frühklassik. Schon den Zeitgenossen galt der kleine Musterstaat als leuchtendes Vorbild von nationaler Bedeutung.
Heute ist seine Weltgeltung unumstritten und das Dessau-Wörlitzer Erbe wurde in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Prof. Dr. Erhard Hirsch gilt unbestritten als bester Kenner der komplexen Geschichte von Dessau-Wörlitz. In seinem Vortrag wird er Dessau-Wörlitz in das geistige Umfeld jener Zeit einordnen und die humanistischen Leitlinien der Entstehung dieses „Mekkas“ des Fortschritts aufzeigen sowie jene Männer porträtieren, die Fürst Leopold III. Friedrich Franz, genannt „Vater Franz“, um sich versammelte, um dies alles entstehen zu lassen. Auch Heinrich XLIII. j. L. Reuß-Köstritz (1752-1814) konnte sich der Faszination seines Wirkens nicht entziehen und begann, die Burgruine Reichenfels und ihr Umfeld als Landschaftspark umzugestalten, wobei heute vielerlei Gründe halber kaum noch Spuren dieses Landschaftsparks vorhanden sind.
Wir danken Herrn Prof. Dr. Erhard Hirsch für den interessanten und kurzweiligen Vortrag.
24.09.2018, Markus Freund

01.01.2019 | 2018, Nachlese

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